Pferde lehren uns Lebensfreude.
Nadja während der Befundung eines Ponies

Eigentlich wollte ich einmal ganz etwas anderes werden. Privatdetektivin zum Beispiel. Rätsel lösen, Zusammenhänge erkennen, Spuren lesen. Heute mache ich genau das – nur anders. Ich suche Antworten im Pferdekörper. Warum bewegt sich ein Pferd so, wie es sich bewegt? Wo hält es fest? Wo weicht es aus? Und was erzählt es, ohne ein Wort zu sagen? 

Mein Weg hierher war kein gerader. 15 Jahre lang habe ich in der Werbefilmbranche gearbeitet und die Träume anderer produziert. Und irgendwann kam der Punkt, an dem mir mein Pferd Jeff die Augen geöffnet hat.

Pferde haben mich schon immer berührt. Ihre stille, klare Art, ihr feines Wahrnehmen – darin finde ich mich als introvertierter, hochsensibler Mensch wieder. In ihrer Nähe fühle ich mich wohler als unter vielen Menschen. Sie brauchen keine großen Worte, sondern echte Präsenz. 

Der berufliche Wechsel entstand nicht aus einem großen Plan heraus – hat mich aber glücklicherweise zum genau richtigen Ort geführt: Zum PhysiFIT Lehrgang am Institut für Tiergesundheit und Pferdeverstand. Erst während der Ausbildung hat sich eine völlig neue Welt geöffnet. Zusammenhänge, Bewegung, Spannung, Kompensation und plötzlich wurde klar, wie stark der Körper beeinflusst, wie ein Pferd sich bewegt, verhält und und vor allem auch fühlt.

Psyche und Körper sind nicht zu trennen.

ÜBER MICH

Doch meine größte Lehrmeisterin wartete zuhause: mein zweites Pferd Lea. Sie war eine wunderschöne 170 große, 800kg schwere Norikerstute, die mein Verständnis von Pferden völlig auf den Kopf stellte. Nachdem ich sie kaufte, wurde sie das, was man oft ein „Problempferd“ nennt. Mit Druck und klassischen Methoden wurde unsere Beziehung immer schwieriger. Also musste ich umdenken: zuhören, fühlen und loslassen von dem, was man „so macht“.

Sie hat mir beigebracht, dass man nicht beim Pferd anfangen darf, wenn etwas schwierig wird – sondern zuerst bei sich selbst.

Ich musste lernen, meine eigenen Emotionen zu sortieren, Geduld zu entwickeln und ehrlich hinzuschauen. Erst als das gelang, ließ sie mich wirklich mit ihr arbeiten – und irgendwann sogar auf ihr reiten.

Sie hat meinen Blick auf Pferde für immer verändert. Leider ist sie sehr jung verunglückt.

Was sie mir mitgegeben hat, begleitet mich aber weiterhin bei jedem Pferd: Ich arbeite ruhig und ohne starre Konzepte, im Tempo des Pferdes, in seiner Umgebung, ohne großes Drumherum.

Norikerstute Lea

Und dann ist da noch Max. Mein neues Pferd, das mir wieder Lebensfreude beigebracht hat. Ich bin jetzt schon gespannt, was er mir noch alles zeigen wird. Denn genau so sehe ich diese Arbeit: nicht als etwas, das man irgendwann „kann“ – sondern als Weg, auf dem Pferde einen ständig weiterlernen lassen.

All das, was ich durch meine Ausbildung gelernt habe und was mir meine Pferde gezeigt haben, möchte ich heute weitergeben.

Diese Arbeit erfüllt mich. Sie ist mein Weg geworden.

Heute lebe ich meinen eigenen Traum. Mein Oldie Jeff (32) und meine neue große Liebe Max (8) wohnen bei mir zu Hause.

Außerdem engagiere ich mich im Tierschutzverein Rainbowpony. Aktuell leben auch zwei Tierschutzpferde bei mir, die in Not geraten sind und professionell aufgebaut werden, damit sie irgendwann in ein liebevolles Endzuhause ziehen können.

Mehr dazu siehst du auf www.rainbowpony.at und auf unserem YouTube-Kanal, wo du mich in der Arbeit mit den Pferden begleiten kannst.

Nadja reitet mit Lea und Jeff an der Hand

LEA & JEff

JEFF

Max