Alleine ins Gelände: Vom kleinen Schritt zum großen Abenteuer
Manchmal ist der erste Schritt nach draußen der schwerste.
Das Thema hat mich selbst gerade ziemlich beschäftigt, denn Max wurde schon bei den ersten Schritten weg von seiner Herde panisch. Ich habe mir mit ihm immer gewünscht, irgendwann stundenlang oder sogar mehrere Tage unterwegs sein zu können, beim Wanderreiten oder auf langen Spaziergängen neue Wege zu erkunden und gemeinsam die Welt zu entdecken. Trotzdem habe ich das Thema lange vor mir hergeschoben, weil natürlich auch die eigene Angst mitspielt: Was, wenn es bei meinem eigenen Pferd tatsächlich nicht funktioniert?
Die Lateralität des Pferdes: Natürliche Schiefe, motorische und sensorische Seitigkeit verstehen
Dass Menschen eine bevorzugte Hand haben, ist uns vertraut. Aber auch Pferde zeigen Seitenpräferenzen – und diese können sich auf Bewegung, Koordination, Wahrnehmung und Verhalten auswirken.
Warum fällt einem Pferd das Angaloppieren auf einer Hand leichter? Warum biegt es sich auf einer Seite müheloser als auf der anderen? Und warum reagiert es auf einen neuen Gegenstand von einer Seite scheinbar völlig anders?
Wer sich mit Bewegung und Training des Pferdes beschäftigt, stößt schnell auf das Thema Lateralität, also die Seitigkeit.
Dabei lohnt es sich, genauer hinzusehen. Denn Lateralität ist nicht gleich Lateralität. Wissenschaftlich werden unter anderem körperliche Asymmetrie bzw. natürliche Schiefe, motorische Lateralität und sensorische Lateralität unterschieden.
Körperbandagen beim Pferd – was ein einfaches Band alles verändern kann
Vielleicht hast du schon einmal ein Pferd gesehen, das ein elastisches Band um Brust, Bauch oder Hinterhand gewickelt hatte, und dich gefragt, was das eigentlich soll.
Ich kannte Körperbandagen anfangs auch nur vom Sehen. Erst durch meine Ausbildung und die intensive Beschäftigung mit Körperwahrnehmung und Bewegung habe ich verstanden, wie spannend diese einfache Methode sein kann.
Die Körperbandagen stammen aus der Arbeit von Linda Tellington-Jones. Dabei werden elastische Bänder nach bestimmten Mustern um den Pferdekörper gelegt. Über die Haut geben sie einen sanften, gleichmäßigen Reiz ab und schenken dem Pferd dadurch eine permanente Rückmeldung über seinen eigenen Körper.
EquikinetiC: Kleine Einheit, große Wirkung
Manchmal braucht gutes Training gar nicht viel Zeit.
Gerade bei Pferden, die nach einer Pause wieder aufgebaut werden sollen, wenig Muskulatur haben oder sich mit längeren Trainingseinheiten schwertun, kann Equikinetic eine interessante Möglichkeit sein.
Was macht Equikinetic so besonders?
Bei der Equikinetic wird das Pferd auf einer Quadratvolte in einer konstanten Stellung und Biegung gearbeitet. Dadurch entsteht eine kontrollierte gymnastische Arbeit, bei der das Pferd seinen Körper bewusst einsetzen muss.
Durch die festgelegte Linienführung wird das Pferd immer wieder dazu aufgefordert, sich kontrolliert zu biegen und seine Gliedmaßen gezielt einzusetzen.
Gerade beim Muskelaufbau geht es nämlich nicht darum, möglichst lange zu trainieren. Entscheidend ist vielmehr, einen passenden Trainingsreiz zu setzen und dem Körper anschließend ausreichend Zeit zur Erholung zu geben.
Gähnen beim Pferd: Echtes Release oder Warnsignal für Stress?
Fast jeder Pferdemensch kennt diesen Moment in einer Trainingseinheit: Das Pferd senkt den Kopf, schließt die Augen halb, öffnet weit das Maul und gähnt herzhaft. Häufig hört man dann am Reitplatzrand den Kommentar: „Schau mal, wie schön das Pferd jetzt entspannt und loslässt!“
Doch stimmt das immer? In der Fachwelt blickt man heute deutlich differenzierter auf dieses Verhalten: Wenn ein Pferd auffällig viel oder mehrfach hintereinander gähnt, ist das meist kein Entspannungssignal, sondern deutet auf Stress, Überforderung oder körperliche Blockaden hin.
Mobiles Physio-FIT Training in Niederösterreich & Wien: Was passiert beim Erstcheck?
Du spürst, dass bei deinem Pferd irgendwo der Wurm drin ist, die Leichtigkeit fehlt oder das gewohnte Training hakelt – weißt aber noch nicht genau, woher das Problem eigentlich kommt? Genau dann ist der Physio-FIT Rundumcheck der beste erste Schritt.
Der Erstcheck bringt Licht ins Dunkel, wenn:
dein Pferd sich plötzlich anders bewegt, im Rücken festmacht oder Bewegungseinschränkungen zeigt,
Alltagssituationen wie Sätteln, Trensen oder das Verladen plötzlich mit Stress und Abwehr verbunden sind,
Ich bin fest davon überzeugt: Pferde wollen von Natur aus kooperieren. Wenn sogenannte „Problempferde“ blockieren, Trennungsangst zeigen oder die Nerven verlieren, steckt selten Unwille dahinter.
Pferdesenioren: Lebensqualität erhalten bei Arthrose, Steifheit und Co.
„Der ist ja schon in Rente“ – diesen Satz hört man oft in Zusammenhang mit älteren Pferden, die nicht mehr geritten werden. Doch Rente sollte niemals Stillstand bedeuten. Als Besitzerin eines 32-jährigen Quarter-Wallachs namens Jeff weiß ich aus erster Hand: Das Alter ist keine Krankheit, sondern ein Zustand, der ein angepasstes Management und ein feines Gespür für Biomechanik erfordert.
Mein Jeff erinnert mich täglich daran, dass Mobilität im Alter direkt mit schmerzfreier Bewegung verknüpft ist.
Massage und Psyche: Wenn Berührung die Seele des Pferdes bewegt
In meiner Arbeit als PHYSIO-FIT Trainerin und Tiermasseurin begegnet mir oft die Frage: „Ist Massage nicht eigentlich nur Wellness?“ Meine Antwort darauf ist ein klares Nein. In meiner Diplomarbeit am ITP habe ich mich intensiv mit der wissenschaftlichen und emotionalen Schnittstelle zwischen der klassischen Massage und der Psyche des Pferdes befasst. Die zentrale Erkenntnis: Massage ist ein Dialog, der weit über die Muskulatur hinausgeht.
Trageerschöpfung beim Pferd: Wenn das System „Rumpfträger“ kollabiert
Ein Thema, das mir bei Pferden immer wieder begegnet und oft lange unbemerkt bleibt, ist die Trageerschöpfung. Sie entwickelt sich meist schleichend und kann dazu führen, dass ein Pferd zunehmend Schwierigkeiten bekommt, das Reitergewicht körperlich gut zu tragen und auszugleichen.
Was passiert bei einer Trageerschöpfung? Das Pferd besitzt kein Schlüsselbein. Der Rumpf ist lediglich über ein komplexes Geflecht aus Muskeln, Sehnen und Faszien (den sogenannten Rumpfträgersystemen) zwischen den Schulterblättern aufgehängt. Ein gesundes Pferd trägt seinen Rumpf durch die Kraft der Rumpfträgermuskulatur (M. serratus ventralis als wichtigster Tragemuskel) aktiv zwischen den Schulterblättern nach oben. Bei der Trageerschöpfung passiert das Gegenteil: Der Brustkorb sinkt ab und rotiert nach vorne-unten.
Wer hilft wann? Tiermassage, Bewegungstraining, Osteopathie & Chiropraktik erklärt
Der Weg zur Balance: Pferdephysiotherapie, Osteopathie und Chiropraktik. Wer macht was?
Wer sein Pferd sportlich fördern, Höchstleistungen erwarten oder nach einer Verletzung wieder behutsam aufbauen möchte, stößt schnell auf eine Vielzahl an Therapeuten. Doch was ist eigentlich der Unterschied zwischen den Ansätzen?